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Mo, 25.06.2018

30 Jah­re Mobi­lé in Stein­furt

Erna ist über­zeugt, mit­tags kochen zu müs­sen. Dabei wird ihr längst „Essen auf Rädern“ ser­viert. Sie weiß nicht mehr, wie das mit dem Essen geht. Wie kommt das Fleisch in den Mund? Tau­sen­der­lei Din­ge, die ein Gesun­der pro­blem­los erle­digt, gera­ten für einen Demen­ten zur unlös­ba­ren Auf­ga­be. Erna hat eine Toch­ter, nur: Wo wohnt die denn noch gleich?“

Mit prak­ti­schen Übun­gen auf dem Demenz­par­cours wird demons­triert, wie schwer das Leben sein kann. Zum Bei­spiel, wenn ein­fach nur die Knöp­fe eines Kit­tels zuge­knöpft wer­den sol­len. Als die Gäs­te einen gro­ßen Hand­schuh dazu neh­men, ver­ste­hen sie, wie schwie­rig es sein kann.

Inge­borg Rowed­da und sechs Mit­strei­te­rin­nen schlos­sen vor drei Jahr­zehn­ten mit der Mobi­lé-Grün­dung eine Ver­sor­gungs­lü­cke. Damals war es der ein­zi­ge Pfle­ge­dienst vor Ort. Wie soll­ten sich Men­schen hel­fen, die gera­de aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen wur­den? Mobi­lé half in pfle­ge­ri­scher, haus­wirt­schaft­li­cher und sozia­ler Hin­sicht.

Im Lau­fe der Jah­re ent­wi­ckel­ten sich Ein­rich­tung und Ange­bo­te wei­ter. Schon lan­ge gibt es neben der ambu­lan­ten Pfle­ge ein Tages­pfle­ge­haus für zwölf Gäs­te, eine Wohn­ge­mein­schaft für zehn Men­schen mit demen­zi­el­len Erkran­kun­gen, Betreu­tes Woh­nen und mehr. 2016 wur­de die Geschäfts­füh­rung an Anke Bres­ler, Jen­ni­fer Möl­lers und Tim Schei­pers über­ge­ben.

Das Publi­kum bekam am Sonn­tag Gele­gen­heit, Mobi­lé in zwang­lo­ser Atmo­sphä­re ken­nen­zu­ler­nen. Rund­gän­ge führ­ten zu den wich­ti­gen Kom­po­nen­ten der Anla­ge, mit Kin­der­schmin­ken und Luft­bal­lon­wett­be­werb waren auch die Jüngs­ten gut bedient. „Die ange­bo­te­nen Leis­tun­gen zu erbrin­gen, ist auf Grund der Kennt­nis­se und der Moti­va­ti­on des Teams gar kein Pro­blem“, so Schei­pers, „was uns wirk­lich zu schaf­fen macht, ist der Per­so­nal­not­stand im Pfle­ge­be­reich.“

30 Jah­re Mobi­le

Doch auch hier hat der Ver­ein längst reagiert und bil­det in der Alten­pfle­ge aus. Mei­len­stei­ne in der Ent­wick­lung des Ver­eins sind unter ande­rem 1992 die Eröff­nung der Geschäfts­stel­le in der Burg­stein­fur­ter Kirch­stra­ße, die Eröff­nung des Bera­tungs­bü­ros an der Dum­ter Stra­ße in Borg­horst 1993, die Fer­tig­stel­lung der ers­ten bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen in Betreu­tem Woh­nen 1995 und die Ein­rich­tung der Wohn­ge­mein­schaft für Men­schen mit demen­zi­el­len Erkran­kun­gen 2005.


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